Mittwoch, 30. Januar 2013
Auch dieses ist meine Schreibe ...




Die Zeit vor dem Hellwerden,
wenn die Nacht noch nicht weicht,
der Tag noch nicht graut,
dennoch der Morgen fühlbar wird,
dann ist sie gekommen,
die Zeit für leise Gedanken.

Vermissen nutzt leise Gedanken,
bringt sich in Erinnerung,
ungefragt und ungebeten,
lässt den Schmerz zu Hilfe eilen,
um vereint zu bohren
in abgrundtiefer Einsamkeit.

Sehnsucht gesellt sich still dazu,
erst verschwommen, dann klarer werdend
stolz das Bild der Bilder zeigend,
ungewollt die Flammen schürend,
aus denen Vermissen und Schmerz
ihre ewige Energie beziehen.

Das Grau des Morgens setzt ein,
vertreibt alles Verzehrende,
setzt Kraft für den Tag frei,
lenkt Gedanken in neue Bahnen,
weist Dumpfes in die Schranken
bis zu den nächsten leisen Gedanken.

An ihn, diesen Menschen, so unendlich weit entfernt …

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mein Art zu schreiben ...



Tief in Gedanken mit Handelsüberwachungsstellen und Börsen beschäftigt ging Dirk zu seinem Wagen, stieg ein, startete den Motor und fädelte sich in den fließenden Verkehr ein. Es war nicht besonders viel los auf den Straßen und er kam zügig voran. Den einzelnen Scheinwerfer in seinem Rückspiegel bemerkte er nicht. Erst als das Motorrad beschleunigte, zu ihm aufschloss und fast das Heck seines Wagens rammte, registrierte er das andere Fahrzeug.

„Scheiße“, schrie er entsetzt auf, als ihm bewusst wurde, dass der Idiot hinter ihm auf einem Motorrad saß. Ohne nachzudenken trat er spontan das Gaspedal voll durch. Der Motor röhrte kraftvoll auf und sein Sportwagen machte einen Satz nach vorne. Obwohl die Beschleunigung sehenswert war, ließ sich damit ein leistungsstarkes Motorrad nicht abhängen, selbst wenn zwei Mann darauf saßen. Die Verfolger blieben hartnäckig an seiner Stoßstange kleben. Dirk beschleunigte weiter.

Mit einer Hand riss er hektisch das Steuer abrupt nach links, um mit quietschenden Reifen von der Müllerstraße in Richtung Stadtautobahn zu rasen. Hektisch wühlte er mit der anderen Hand in seiner Tasche auf dem Beifahrersitz. Endlich ertastete er die Glock, umschloss die Griffschale der Pistole und zog sie aus der Tasche. Gleichzeitig ließ er den Wagen nach rechts auf den Zubringer zur A 100 schleudern, Richtung Norden. Die Verfolger ließen sich nicht abschütteln. Im Gegenteil. Noch vor Überquerung der Scharnweberstraße schloss das Motorrad plötzlich mit hochtourig heulender Maschine auf gleiche Höhe auf. Ein schneller Blick nach links ließ Dirk das Blut in den Adern gefrieren.

Die Motorradbesatzung war vollkommen schwarz gekleidet mit abgedunkeltem Visier und der Sozius hielt eindeutig eine automatische Pistole in den Händen. Die schwere Maschine überholte jetzt mühelos seinen Sportwagen und scherte Zentimeter vor dem Kühler wieder ein. Der Sozius hielt seine Waffe rückwärts auf Dirk gerichtet. Die Attentäter wollten weder seitlich noch hinter ihrem Opfer herfahrend selber in Gefahr geraten, wenn der sterbende Fahrer das Lenkrad verreißen sollte. Die freie Fluchtmöglichkeit nach vorne zogen sie vor.

Instinktiv legte Dirk eine Vollbremsung hin. Das rhythmische Arbeiten der Antiblockiereinrichtung setzte sich über das Bremspedal in seinen Fuß fort und ließ das ganze Bein vibrieren. Sauber blieb der Wagen in der Spur. Das Motorrad schoss voraus und bremste dann ebenfalls. Nachfolgende Fahrzeuge konnten gerade noch ausweichen. Einige Verkehrsteilnehmer signalisierten per Hupe und Handzeichen deutlich, was sie von Dirks Manöver und dem Verhalten der Motorradbesatzung hielten. In einiger Entfernung kam die Maschine mit den Attentätern schlingernd zum Stehen. Der Fahrer stellte einen Fuß auf den Boden, sah sich um und gab dann unvermittelt Gas. Mit maximaler Beschleunigung verschwand die Maschine in Richtung Tegel, verfolgt von zuckendem Blaulicht und einer aufheulenden Sirene.

Die Besatzung eines Polizeiwagens in zivil war routinemäßig auf der Autobahn Streife gefahren und hatte tatsächlich die Bremsmanöver beobachtet. Nach kurzer Diskussion waren die beiden Beamten zu der Überzeugung gekommen, dass das Zweirad durch sein Überholmanöver gefährlich in den Straßenverkehr eingegriffen hatte. Sie wollten sich die Besatzung einmal näher ansehen. Von der Waffe hatten sie nichts bemerkt. Der Fahrer klemmte das Blaulicht an den Holm, schaltete das Horn ein und nahm die Verfolgung auf.

Verhalten gab Dirk Gas. Sein Puls beruhigte sich langsam. Als er die Glock in die Tasche zurück schob, bemerkte er, dass er in der Aufregung den Schlitten der Pistole nicht zurückgezogen hatte, um eine Patrone in das Lager zu befördern. So war seine Waffe keinen Pfifferling wert. Zumindest war es von Vorteil, dass die Glock über eine Abzugsicherung verfügte, so dass er nicht auch noch an das Entsichern der Waffe denken musste.

Er saß bis zum Hals in der Scheiße!

... link (0 Kommentare)   ... comment


Gestatten,
mein Name ist Christian. Thomas Christian. Ich heiße wirklich so.



Gerne würde ich mich in die hiesige Bloggerwelt einbringen. Mit Kommentaren, manche davon vielleicht überflüssig, mit meinen eigenen Texten und vor allem mit einer Mischung aus Humor und Seriösität.

Ich freue mich auch über jeden Kommentar auf meinem Blog, solange er nicht persönlich angreift. Mein Lieblingszitat in diesem Zusammenhang?

"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst" ( Voltaire )

Was noch?

Ich lebe seit vielen Jahren im Ausland, bin 180 cm groß und werde langsam grau ...

Ich freue mich ganz einfach auf Euch!

Herzliche Grüße,
Thomas

... link (0 Kommentare)   ... comment