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Donnerstag, 31. Januar 2013
Sexuelle Belästigung, oder was?
thomas-christian, 14:12h

Unsere Gesellschaft ist schizophren!
Diese Erkenntnis an sich ist nicht neu.
In der Politik gibt es unzweifelhaft das Paradoxon des sauberen Erfolges. Ein politisches Spitzenamt mit weißer Weste kann es nicht geben. Alleine schon die Erwartungshaltung diesbezüglich ist weltfremd!
Und in der Gesellschaft?
Sexuelle Belästigung wird in der Hierarchie fast ausnahmslos von oben nach unten ausgeübt, das gilt in Wirtschaft, Politik und sonstigen gesellschaftlichen Bereichen.
Und damit wird es kompliziert.
Es ist unzweifelhaft paradox, von hierarchisch höher Angesiedelten geschlechtsneutrales Verhalten zu erwarten. Jeder hierarchisch höher Angesiedelte "Obere" wird Gleichgestellte, wohl selten Höhergestellte, aber bestimmt "Untere" sexuell anmachen, je nach Charakter und Charme der Beteiligten als Flirt oder sexuelle Belästigung empfunden. Das hat mit Ausüben von Macht zu tun. Vor allem das von Frauenrechtlerinnen eingeforderte Verhalten eines Eunuchen von Höhergestellten ist meines Wissens äußerst selten in Politik und Wirtschaft anzutreffen, denn Interaktion zwischen den Geschlechtern wird es immer und stets geben. "Obere" davon auszuschließen ist eben paradox und würde zu einem Kastendasein führen!
Und zum Schluss:
Was ist sexuelle Belästigung überhaupt?
Die Grenzen sind offensichtlich fließend, werden individuell empfunden. Wenn eine Journalistin sich nachts an einer Hotelbar in abgezockten Politikerkreisen bewegt, dann sollte sie wissen, dass zart Besaitete besser nicht in ein Haifischbecken springen. Wer Eishockey nicht mag, der wählt eben Eiskunstlauf! Aber wer Eishockey wählt, der muss konsequent auch den Bandencheck in Kauf nehmen. Der übrigens durchaus regelkonform sein kann, da er eine breite Auslegungsmöglichkeit zulässt. Genau wie der Begriff der sexuellen Belästigung.
Um Missverständnisse zu vermeiden:
weibliche Wesen sind kein Freiwild! Definitiv nicht! Aber die Erwartungshaltung, dicke Fische im Damenkränzchen zu erwischen, ist weltfremd!
Es geht bei Brüderle und der Journalistin um beinharte Politik, um nichts anderes.
Brüderle ist meinem Wissen nach ein äußerst korrupter Politiker und gehört mit absoluter Sicherheit nicht zu meinen Freunden, aber hier verstehe ich sein Schweigen ...
Herzliche Grüße,
Thomas
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