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Freitag, 1. März 2013
Befreiung ...
thomas-christian, 11:55h
Berlin, März 2011
Die beiden Männer in schwarzer Motorradkluft hatten ihre Helme unter die Arme geklemmt und ertrugen mit gesenktem Kopf Mischas Wutausbruch. Eine halbe Stunde lang mussten sie sich wie blutige Anfänger abkanzeln lassen, weil sie noch nicht einmal fähig waren …
Der Wutausbruch wurde durch das Klingeln eines abhörsicheren Funktelefons in Mischas Tasche unterbrochen.
„Ja“, bellte Mischa kurz in das Telefon, nachdem er das Gespräch angenommen hatte. Dann hörte er wortlos zu, wie berichtet wurde, dass Jim Valinsky in Sicherheit war.
Piotr und das Team in New York hatten den Transport, mit dem der frühere FBI-Agent in das ehemalige Trenton State und heutige New Jersey State Prison verlegt werden sollte, hollywoodreif gestoppt und den ehemaligen FBI-Mann daraus befreit. Die anderen vier Gefangenen des Transports hatten Piotrs Leute ungerührt unter schlimmsten Drohungen und übelsten Beschimpfungen in Handschellen zusammen mit der perplexen Wachmannschaft an den Transporter gefesselt. Außer Jim Valinsky konnte keiner der übrigen Schwerverbrecher entfliehen.
Dieses Vorgehen war von Mischa angeordnet worden, um die Aktion auf Jim Valinsky zu begrenzen. Psychopathische Gewalttäter, die zufällig mit auf dem Transport waren, sollten nicht von den übergeordneten Zielen der Gefangenenbefreiung profitieren. Diese dumpfen Typen sollten ruhig ihre verdiente Zeit im Knast absitzen.
Jetzt waren die an diesem Überfall Beteiligten gemeinsam mit Jim Valinsky über Kanada auf dem Weg nach Russland. Alles war planmäßig nach Mischas Anweisungen verlaufen, nachdem die angeheuerte Rechtsanwältin eine Verurteilung nicht hatte verhindern können. Alec Glovin hatte einmal mehr zugeschlagen. In Moskau würde er dem ehemaligen Special Agent des FBI einen heldenhaften Empfang bereiten.
Mischa beendete das Telefonat in deutlich gehobener Laune.
„Also, Ihr Idioten. Seht zu, dass dieser Mistkerl von Rechtsanwalt das nächste Mal nicht überlebt.“
Grinsend fügte er hinzu:
„Dann sind wir wieder Freunde!“
Erleichtert beeilten sich die beiden Männer, aus Mischas Gesichtsfeld zu verschwinden. Das nächste Mal würden sie bestimmt nicht versagen.
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