Mittwoch, 6. Februar 2013
Danke!




Heute vor einem Jahr habe ich meinen ersten Polit-Thriller veröffentlicht. In zwei Jahre Schreiben und Nachrecherchieren habe ich alle meine Hoffnungen und meinen Ehrgeiz gelegt. Und vor allem von Letzterem habe ich eine ganze Menge!

Warum ich überhaupt schreibe? Und ausgerechnet über diese Themen?

Mein Schlüsselerlebnis hatte ich im Juni 1991, als ein russischer KGB-Offizier in angetrunkenem Zustand folgendes von sich gab:

"Jedes Volk dieser Welt verdient es, verarscht zu werden. Und die Mächtigen dieser Welt sind genau dazu da. Nämlich das Volk zu verarschen."

Damals dachte ich mir, nicht jetzt, aber in der Zukunft musst Du das alles aufschreiben! Alles! Und diese Zukunft ist jetzt!

Die Veröffentlichungen meiner true crime time Thriller haben mir aber vor allem eines gebracht:

EUCH!

Und das ist das Beste an allem!

Ein riesengroßes Danke an Euch, die Ihr meine Bücher downloaded! An Euch, die Ihr mit Euren Kritiken, egal, ob Lob oder Verriss, nicht hinter dem Berg haltet! An Euch, die Ihr mich unterstützt! Und an Euch, die Ihr mir einfach offen gegenüber steht!

Danke für alles!

Herzliche Grüße,
Thomas


P.S.: ich denke darüber nach, meine Bücher als Hörbücher einzulesen oder einlesen zu lassen. Wäre das was?

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Dienstag, 5. Februar 2013
tä tää, tä tää, tä tää


Karneval.

Mardi gras.

Fasching.

Carnival.

Oder wie auch immer.

Jedenfalls einmal im Jahr offiziell meschugge sein dürfen. Darum geht es.

In anderen Regionen wird ja nun auch Karneval gefeiert. In New Orleans zum Beispiel. Das liegt bekanntlich in den Südstaaten der USA. Dort feiert man ausgiebig mardi gras, was übersetzt wohl so etwas wie „fetter Dienstag“ heißt. Jedenfalls wurde mir das so erklärt, als ich jenen Dienstag vor Aschermittwoch in der Stadt war. Gewähr wird von mir für diese Übersetzung allerdings nicht übernommen, da der Erklärende mit breitem Südstaatenakzent Alkoholfahnen ausstoßend irgendwie nicht so richtig gut zu verstehen war. Und einen richtigen Zoch, der kütt, gibt es in New Orleans auch. Genau zwei Wochen vor mardi gras. Wenn nicht, ja wenn da nicht …

„Mardi Gras 2013 is February 12th. That means the Mardi Gras Parades would normally start about two weeks before. But in 2013 the Super Bowl is in New Orleans on February 3rd. So, the first weekend of Mardi Gras parades will be moved up one week. Then we'll have Super Bowl Week and then it's back to Mardi Gras parades. I can't even imagine what this town will be like if the Saints win the Super Bowl. Even for a city that's always partying, it will be WILD. Don't miss the fun. Make your plans now. Get your King Cakes and get ready to party.”

So, so. Wegen des Footballendspiels wird sogar der Karnevalsumzug verlegt! Man stelle sich das einmal vor, der Rosenmontagsumzug wird wegen des Meisterschaftsfinales unter Beteiligung des BVB oder FCB oder SO4 oder HSV verlegt. Kaum vorstellbar. Jedenfalls was den HSV angeht. Die Nordlichter frönen in Husum zumindest nach eigenen Aussagen ohnehin dem Motto „lieber Karfreitag als Rosenmontag“. Auf meine erstaunte Frage nach dem warum, die „ach so“ auslösende Antwort. Weil Karfreitag im Gegensatz zu Rosenmontag frei ist. Ganz einfach. Auch ein Standpunkt.

Obwohl, in einem kleinen westfälischen Städtchen namens Beckum wurde 2009 der Rosenmontagsumzug am Tag des Rosenmontags kurzer Hand abgesagt und auf Pfingsten verlegt. Der Stadtprinz war mit seinem Gefolge an diesem Tag beim morgendlichen Aufgalopp aufs Pflaster gehämmert und dadurch unpässlich. Damit keine Missverständnisse aufkommen, der Unfall war einer der ernsteren Sorte und es liegt mir fern, hier darüber Witze zu reißen. Aber der Pfingstrosenmontagsumzug war dann der Brüller schlechthin. Sozusagen konkurrenzlos um diese Jahreszeit und es ließen sich Karnevalsverrückte nicht nehmen, auch aus hunderten von Kilometern Entfernung anzureisen. Diese kleine Stadt am östlichen Rande des Münsterlandes erlebte eine touristische Invasion. Geht doch!

In London wird übrigens auch Karneval gefeiert. Alle Rheinländer überspringen besser die nächsten Zitatzeilen, um keinen Schaden an ihrem karnevalistischen Selbstbewusstsein zu nehmen:

„Am Wochenende vor dem Bankfeiertag im August erwachen die Straßen von West London Jahr für Jahr zum Leben, wenn die Stadt Europas größtes Straßenfest feiert – den Notting Hill Carnival.
Steelbands, Calypso-Musik und ein verlockendes Speiseangebot verleihen dem Westen Londons eine ausgeprägte karibische Note, und jeder kann nach Lust und Laune mitfeiern!

Für gewöhnlich beginnt der Notting Hill Carnival am Samstag mit einem Steelband-Wettbewerb. Sonntag ist Children's Day: Die kürzere Paradestrecke ist auch für die Kleinen problemlos zu meistern. Außerdem werden an diesem Tag die Kostümpreise verliehen.
Am Bankfeiertag (Montag) findet die Hauptparade statt. Abends verlassen die Motivwagen in einer letzten Prozession die Straßen, während die Besucher bei einer der zahlreichen Afterpartys im Rahmen des Notting Hill Carnival weiterfeiern.“

An alle Nichtrheinländer die Frage, gelesen? In London wird Europas größtes Straßenfest gefeiert, der Notting Hill Karneval. Europas größtes Straßenfest! Das müssen die einmal einem Kölner oder Düsseldorfer erzählen! Was könnte den dortigen Straßenkarneval übertreffen? Na ja, London eben. Und dann der Gipfel: Notting Hill Carnival findet dieses Jahr am Wochenende des 25. August statt! Richtig gelesen. Auf der Insel wird der konservative Brite stets im Hochsommer offiziell meschugge.

So, ab hier können auch die Rheinländer wieder problemlos mitlesen.

Ich für meinen Teil werde mich jedenfalls beizeiten aufmachen, um rechtzeitig zu Rosenmontag und dem darauf folgenden „Klüngel- oder Klingeldienstag“ in Beckum zu sein. Einmal im Jahr offiziell meschugge sein dürfen …

Herzliche Grüße,
Thomas

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Montag, 4. Februar 2013
Der Unsinnigkeit Tür und Tor geöffnet


Es dürfte allgemein anerkannt sein, dass uns in erster Linie Sprache zur Kommunikation dient. Sprache in jeder Form und Variante. An dieser Stelle wollen wir einmal unberücksichtigt lassen, dass Jugendliche ihre eigene Sprache entwickeln, gut situierte Mittfünfziger ebenfalls und – natürlich – wir Blogger. Wobei ich mich übrigens weigere, sämtliche Begriffe des virtuellen Seins unreflektiert zu übernehmen. Aber darum geht es mir jetzt gar nicht.

Vielmehr beschäftigt mich, dass uns augenscheinlich unser tägliches Umfeld immer kritikloser werden lässt. Unsinnige Wortschöpfungen akzeptieren wir genauso selbstverständlich wie an den Haaren in die deutsche Sprache hineingezogene Anglizismen.

Damit keine Missverständnisse entstehen, ich bin nicht der neue Vorsitzende der Liga der Auslandsdeutschen zur Reinerhaltung von Sitte und Moral in der deutschen Sprache. Im Gegenteil. Seit vielen Jahren ist deutsch eher meine Zweitsprache.

Aber ich habe gerade in einer Bannerwerbung fassungslos das Angebot einer

„Prepaid Kreditkarte“

gelesen. Prepaid Kreditkarte. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen! Noch mal? Ganz langsam, Prepaid Kreditkarte. Nicht schlecht, oder? Hier haben wir nicht weniger als das wandelnde Paradoxon, die Zerschlagung des gordischen Knotens, die Quadratur des Kreises! Ich bin begeistert!

Verzweifelt suche ich in meiner Begeisterung nach Vergleichbarem in Politik oder Wissenschaft. Vergebens. Einzig die Finanzwirtschaft in Form der Publikumsbanken scheint in der Lage zu sein, nicht nur hoch zu zocken, alles zu verlieren, nach Steuergeldern zu schreien, hohe Prämien an Vorstände damit auszuschütten und im Anschluss den mittlerweile fast alles finanzierenden Steuerzahler auch noch für absolut dämlich zu verkaufen!

Beinahe übertroffen wurde die Prepaid Kreditkarte übrigens heute nur noch von der absolut unsinnigen Wortschöpfung

„Borschtschrhythmus“.

Immerhin, dieses schwachsinnige Wort weist rekordverdächtige dreizehn Konsonanten in Folge auf. Vielleicht sogar die Motivation für diese Wortkreation. Jedenfalls die einzig denkbare für mich. Aber immer noch sympathischer als Prepaid Kredtikarte.

Schönen Gruß an alle Banken und Prepaid Kreditkartenbesitzer. Leute, lasst doch nicht alles mit Euch machen …

Herzliche Grüße,

Thomas

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Samstag, 2. Februar 2013
Freud und Leid
eines Schreibenden reduziert auf profane Statistik ...



Herzliche Grüße,
Thomas

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Freitag, 1. Februar 2013
true crime time


Durch ein Praktikum bei der Krupp AG gelingt es Lutz Schulenburg, sich als Consultant zu etablieren und nach und nach immer anspruchsvollere Aufträge sowohl im Fernen Osten als auch in Südafrika an Land zu ziehen. Dort knüpft er Kontakte zu einflussreichen Vertretern der DDR und steigt zur Zeit der Wende und Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten in höchste Zirkel der Macht in Politik und Wirtschaft auf.

Immer tiefer wird er in dubiose Machenschaften von Mitgliedern der damaligen Bundesregierung, der Führung der Treuhand, Ex-Stasi-Offizieren, KGB-Offizieren und Mitgliedern der russischen Regierung hineingezogen.

1991 wird kurz nach einem geheimen Treffen in diesem Umfeld der Präsident der Treuhand ermordet. Lutz erkennt, wie das Ehrenwort eines Altkanzlers, die geheime Geldquelle in einer Spendenaffäre und der Tod des Präsidenten der Treuhand zusammenhängen, was Peenemünde, die RAF, der KGB und ein russischer Ministerpräsident damit zu tun haben, dass ein deutscher Handelsrichter Mitglied einer kriminellen Vereinigung ist und dass die GSG 9 einen Auftragsmord ausführt.

Entsetzt bereitet er seinen Ausstieg aus dieser Szene vor und taucht unter Wechsel seiner Identität in ein bürgerliches Leben ein.

Im Sommer 2010 holt ihn seine Vergangenheit in Person einer russischen Killerin ein, die ihn regelrecht hinrichtet.

Der Rechtsanwalt Dirk Braaf und die Journalistin Maike Bunger beginnen auf Basis von Dokumenten, die Lutz in einem Banksafe hinterlassen hat, dessen Leben aufzurollen. Ihre Recherchen ergeben, dass in damalige Vorgänge verwickelte Personen heute Topmanager einer großen deutschen Bank und sogar Mitglied der in 2010 aktuellen Bundesregierung sind.

Sie ahnen nicht, dass sie in das Visier eines Geheimdienstes geraten…

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Einen möchte ich noch loswerden,
aus aktuellem Anlass sozusagen. Denn diesen Samstag um 16:00 Uhr geht er wieder auf Sendung,

Michael Daniels.



Vielen sicher besser bekannt als Stardust! Ihr findet ihn unter eben diesem Namen auf seinem Blog http://cu-radio.blog.de/

Seine Sendung lebt von einer rasanten Mischung aus Rock, Pop, elektronischer Musik und Michaels persönlicher Note in seiner kurzweiligen Moderation. Ein echter Hinhörer eben!

Den livestream findet Ihr unter

http://www.call-4-music.de/include.php?path=start.php

Dann oben rechts das blaue "@"-Symbol anklicken. Geduldig warten, bis der Realplayer den stream gestartet hat - und dann gibt es auf die Ohren vom Feinsten!

Viel Spaß!

Herzliche Grüße,
Thomas

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Donnerstag, 31. Januar 2013
Sexuelle Belästigung, oder was?



Unsere Gesellschaft ist schizophren!

Diese Erkenntnis an sich ist nicht neu.

In der Politik gibt es unzweifelhaft das Paradoxon des sauberen Erfolges. Ein politisches Spitzenamt mit weißer Weste kann es nicht geben. Alleine schon die Erwartungshaltung diesbezüglich ist weltfremd!

Und in der Gesellschaft?

Sexuelle Belästigung wird in der Hierarchie fast ausnahmslos von oben nach unten ausgeübt, das gilt in Wirtschaft, Politik und sonstigen gesellschaftlichen Bereichen.

Und damit wird es kompliziert.

Es ist unzweifelhaft paradox, von hierarchisch höher Angesiedelten geschlechtsneutrales Verhalten zu erwarten. Jeder hierarchisch höher Angesiedelte "Obere" wird Gleichgestellte, wohl selten Höhergestellte, aber bestimmt "Untere" sexuell anmachen, je nach Charakter und Charme der Beteiligten als Flirt oder sexuelle Belästigung empfunden. Das hat mit Ausüben von Macht zu tun. Vor allem das von Frauenrechtlerinnen eingeforderte Verhalten eines Eunuchen von Höhergestellten ist meines Wissens äußerst selten in Politik und Wirtschaft anzutreffen, denn Interaktion zwischen den Geschlechtern wird es immer und stets geben. "Obere" davon auszuschließen ist eben paradox und würde zu einem Kastendasein führen!

Und zum Schluss:

Was ist sexuelle Belästigung überhaupt?

Die Grenzen sind offensichtlich fließend, werden individuell empfunden. Wenn eine Journalistin sich nachts an einer Hotelbar in abgezockten Politikerkreisen bewegt, dann sollte sie wissen, dass zart Besaitete besser nicht in ein Haifischbecken springen. Wer Eishockey nicht mag, der wählt eben Eiskunstlauf! Aber wer Eishockey wählt, der muss konsequent auch den Bandencheck in Kauf nehmen. Der übrigens durchaus regelkonform sein kann, da er eine breite Auslegungsmöglichkeit zulässt. Genau wie der Begriff der sexuellen Belästigung.

Um Missverständnisse zu vermeiden:

weibliche Wesen sind kein Freiwild! Definitiv nicht! Aber die Erwartungshaltung, dicke Fische im Damenkränzchen zu erwischen, ist weltfremd!

Es geht bei Brüderle und der Journalistin um beinharte Politik, um nichts anderes.

Brüderle ist meinem Wissen nach ein äußerst korrupter Politiker und gehört mit absoluter Sicherheit nicht zu meinen Freunden, aber hier verstehe ich sein Schweigen ...

Herzliche Grüße,
Thomas

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Mittwoch, 30. Januar 2013
Auch dieses ist meine Schreibe ...




Die Zeit vor dem Hellwerden,
wenn die Nacht noch nicht weicht,
der Tag noch nicht graut,
dennoch der Morgen fühlbar wird,
dann ist sie gekommen,
die Zeit für leise Gedanken.

Vermissen nutzt leise Gedanken,
bringt sich in Erinnerung,
ungefragt und ungebeten,
lässt den Schmerz zu Hilfe eilen,
um vereint zu bohren
in abgrundtiefer Einsamkeit.

Sehnsucht gesellt sich still dazu,
erst verschwommen, dann klarer werdend
stolz das Bild der Bilder zeigend,
ungewollt die Flammen schürend,
aus denen Vermissen und Schmerz
ihre ewige Energie beziehen.

Das Grau des Morgens setzt ein,
vertreibt alles Verzehrende,
setzt Kraft für den Tag frei,
lenkt Gedanken in neue Bahnen,
weist Dumpfes in die Schranken
bis zu den nächsten leisen Gedanken.

An ihn, diesen Menschen, so unendlich weit entfernt …

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Mein Art zu schreiben ...



Tief in Gedanken mit Handelsüberwachungsstellen und Börsen beschäftigt ging Dirk zu seinem Wagen, stieg ein, startete den Motor und fädelte sich in den fließenden Verkehr ein. Es war nicht besonders viel los auf den Straßen und er kam zügig voran. Den einzelnen Scheinwerfer in seinem Rückspiegel bemerkte er nicht. Erst als das Motorrad beschleunigte, zu ihm aufschloss und fast das Heck seines Wagens rammte, registrierte er das andere Fahrzeug.

„Scheiße“, schrie er entsetzt auf, als ihm bewusst wurde, dass der Idiot hinter ihm auf einem Motorrad saß. Ohne nachzudenken trat er spontan das Gaspedal voll durch. Der Motor röhrte kraftvoll auf und sein Sportwagen machte einen Satz nach vorne. Obwohl die Beschleunigung sehenswert war, ließ sich damit ein leistungsstarkes Motorrad nicht abhängen, selbst wenn zwei Mann darauf saßen. Die Verfolger blieben hartnäckig an seiner Stoßstange kleben. Dirk beschleunigte weiter.

Mit einer Hand riss er hektisch das Steuer abrupt nach links, um mit quietschenden Reifen von der Müllerstraße in Richtung Stadtautobahn zu rasen. Hektisch wühlte er mit der anderen Hand in seiner Tasche auf dem Beifahrersitz. Endlich ertastete er die Glock, umschloss die Griffschale der Pistole und zog sie aus der Tasche. Gleichzeitig ließ er den Wagen nach rechts auf den Zubringer zur A 100 schleudern, Richtung Norden. Die Verfolger ließen sich nicht abschütteln. Im Gegenteil. Noch vor Überquerung der Scharnweberstraße schloss das Motorrad plötzlich mit hochtourig heulender Maschine auf gleiche Höhe auf. Ein schneller Blick nach links ließ Dirk das Blut in den Adern gefrieren.

Die Motorradbesatzung war vollkommen schwarz gekleidet mit abgedunkeltem Visier und der Sozius hielt eindeutig eine automatische Pistole in den Händen. Die schwere Maschine überholte jetzt mühelos seinen Sportwagen und scherte Zentimeter vor dem Kühler wieder ein. Der Sozius hielt seine Waffe rückwärts auf Dirk gerichtet. Die Attentäter wollten weder seitlich noch hinter ihrem Opfer herfahrend selber in Gefahr geraten, wenn der sterbende Fahrer das Lenkrad verreißen sollte. Die freie Fluchtmöglichkeit nach vorne zogen sie vor.

Instinktiv legte Dirk eine Vollbremsung hin. Das rhythmische Arbeiten der Antiblockiereinrichtung setzte sich über das Bremspedal in seinen Fuß fort und ließ das ganze Bein vibrieren. Sauber blieb der Wagen in der Spur. Das Motorrad schoss voraus und bremste dann ebenfalls. Nachfolgende Fahrzeuge konnten gerade noch ausweichen. Einige Verkehrsteilnehmer signalisierten per Hupe und Handzeichen deutlich, was sie von Dirks Manöver und dem Verhalten der Motorradbesatzung hielten. In einiger Entfernung kam die Maschine mit den Attentätern schlingernd zum Stehen. Der Fahrer stellte einen Fuß auf den Boden, sah sich um und gab dann unvermittelt Gas. Mit maximaler Beschleunigung verschwand die Maschine in Richtung Tegel, verfolgt von zuckendem Blaulicht und einer aufheulenden Sirene.

Die Besatzung eines Polizeiwagens in zivil war routinemäßig auf der Autobahn Streife gefahren und hatte tatsächlich die Bremsmanöver beobachtet. Nach kurzer Diskussion waren die beiden Beamten zu der Überzeugung gekommen, dass das Zweirad durch sein Überholmanöver gefährlich in den Straßenverkehr eingegriffen hatte. Sie wollten sich die Besatzung einmal näher ansehen. Von der Waffe hatten sie nichts bemerkt. Der Fahrer klemmte das Blaulicht an den Holm, schaltete das Horn ein und nahm die Verfolgung auf.

Verhalten gab Dirk Gas. Sein Puls beruhigte sich langsam. Als er die Glock in die Tasche zurück schob, bemerkte er, dass er in der Aufregung den Schlitten der Pistole nicht zurückgezogen hatte, um eine Patrone in das Lager zu befördern. So war seine Waffe keinen Pfifferling wert. Zumindest war es von Vorteil, dass die Glock über eine Abzugsicherung verfügte, so dass er nicht auch noch an das Entsichern der Waffe denken musste.

Er saß bis zum Hals in der Scheiße!

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Gestatten,
mein Name ist Christian. Thomas Christian. Ich heiße wirklich so.



Gerne würde ich mich in die hiesige Bloggerwelt einbringen. Mit Kommentaren, manche davon vielleicht überflüssig, mit meinen eigenen Texten und vor allem mit einer Mischung aus Humor und Seriösität.

Ich freue mich auch über jeden Kommentar auf meinem Blog, solange er nicht persönlich angreift. Mein Lieblingszitat in diesem Zusammenhang?

"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst" ( Voltaire )

Was noch?

Ich lebe seit vielen Jahren im Ausland, bin 180 cm groß und werde langsam grau ...

Ich freue mich ganz einfach auf Euch!

Herzliche Grüße,
Thomas

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